Ungarn will keine Muslime – Wird Islamfeindlichkeit in Europa salonfähig?

Ungarn will keine Muslime – Wird Islamfeindlichkeit in Europa salonfähig?
8. Oktober 2016 homopoliticus (Pseudonym)

Zu Anne Will vom 02.10.2016

Ungarn will keine Muslime – Wird Islamfeindlichkeit in Europa salonfähig?

Quelle: ARD

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Meine Meinung:

Suggestiv-Themensetzung bzw. Hauptaussage bei Anne Will: Das ungarische Referendum besitzt keine Gültigkeit, da nur 43 Prozent abgestimmt haben. Umkehrschluss: 57 Prozent sind ggf. für Zuwanderung bzw. sind gegen die Politik von Herrn Orban.

Jedes Meinungsforschungsinstitut befragt für eine repräsentative Umfrage in Deutschland (ca. 80.000.000 Einwohner) eine Anzahl von 1.500 und 2.500 Personen.

43 Prozent der Ungarn haben abgestimmt. Das sind von ca. 10.000.000 Ungarn nach Adam Riese eine Umfragenstichprobe von ca. 4.300.000 Personen. Das sollte wohl reichen, um die Meinung einer Gesellschaft in einem demokratischen Land zu respektieren und vor allem – zu verstehen!

Ergebnis übrigens, welches Anne Will nur auf Nachfrage des österreichischen Außenministers Sebastian Kurz erwähnte:

98,3 Prozent sind dafür, dass ein Land (in diesem Fall Ungarn bzw. seine Gesellschaft oder die politisch Verantwortlichen) selbst entscheiden will/soll, wie eine Verteilung von Flüchtlingen stattfinden soll – nicht (!) Europa.

Genau hier liegt eines der zu erkennenden Probleme, warum es heute ein „wachsendes Wutbürgertum“ gibt. Insbesondere in der medialen Berichterstattung zur Flüchtlings-Thematik versuchen die deutschen Medien eine Art „Moralitäts-Setting“ – zu Lasten der Wahrnehmung der „Neutralität der Medien“ zur Meinungsbildung.

Die neutralste und ohne Polemik auskommende Deutung/Einstellung hat m.E. Sebastian Kurz geliefert.